Politik : Rice will Syrien zu Nahostgipfel einladen

Washington - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Syrien indirekt die Tür für eine Teilnahme an einer geplanten Nahostkonferenz geöffnet. Nach einem Treffen des sogenannten Nahostquartetts habe Rice gesagt, Mitglieder der Arabischen Liga, die sich um die Umsetzung des arabischen Friedensplanes bemühten, würden wahrscheinlich zu der Konferenz in Washington eingeladen, berichtete der Nachrichtensender CNN am Montag. Zu dieser Gruppe gehören Jordanien, Ägypten, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und eben auch Syrien. Das Land war in der Vergangenheit von Washington immer wieder beschuldigt worden, terroristische Organisationen zu unterstützen und sich in die inneren Angelegenheiten Libanons einzumischen. Es gebe zwar noch keine formellen Einladungen, aber es sei eigentlich selbstverständlich, dass zu den Teilnehmern auch diese Gruppe der arabischen Staaten gehöre, sagte Rice. Das Nahostquartett hatte zuvor auf seiner Sitzung in New York Rückhalt für die von US-Präsident George W. Bush im November geplante Nahostkonferenz bekundet, forderte jedoch zugleich, sie müsse „gehaltvoll und seriös“ sein.

Ein US-Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erläuterte in New York erstmals Einzelheiten des Programms der Konferenz. Demnach sollen die Verhandlungen auf der Grundlage des vor vier Jahren vom Nahostquartett vorgelegten Fahrplans (Roadmap) erfolgen, in dem die Gründung eines Palästinenserstaates – schon für 2005 – vorgesehen war. AFP/dpa

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