RICHTER AUF LEBENSZEIT : Nur mit guten Noten

Im Zentrum der Debatte um Jugendkriminalität steht immer wieder der Berufsstand der Richter. In Deutschland braucht man, um Richter zu werden, ein abgeschlossenes Jurastudium. Neben der mindestens vierjährigen Studienzeit muss ein zweijähriger „Vorbereitungsdienst“ absolviert werden, der dazu dient, praktische Erfahrungen zu sammeln. Für eine Einstellung als Richter ist zudem ein besonders guter Studienabschluss nötig. In einigen Bundesländern gibt es zusätzliche Einstellungstests. Die Anstellung erfolgt zunächst für zwei Jahre auf Probe. Übersteht man die Probezeit, wird man nach mindestens drei und höchstens fünf Jahren zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Juristen mit dieser Befähigung zum Richteramt werden auch als „Volljuristen“ bezeichnet.Unabhängig von ihrer Vorbildung dürfen auch alle deutschen Juraprofessoren als Richter arbeiten. Die Gerichte sind in ihren Entscheidungen immer unabhängig. Sie sind nur dem Gesetz verpflichtet. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ein Angeklagter sich einem neutralen Vertreter des Gesetzes gegenübersieht.jra

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