Politik : Richter: Straftäter nicht ohne Prüfung ausweisen

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(dpa). Straffällig gewordene Ausländer dürfen erst nach Prüfung der Schwere ihrer Straftaten und der Wiederholungsgefahr ausgewiesen werden. Das entschied am Donnerstag das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Es hob damit eine Mannheimer Entscheidung zur Ausweisung eines 44jährigen Albaners auf, dem 1990 als so genannter Botschaftsflüchtling Asyl gewährt worden war. Die Behörden müssen nun erneut prüfen, ob der inzwischen abgeschobene Mann in Deutschland bei seiner nichtehelichen Tochter leben darf. Die Vorinstanzen hatten dem Kläger wegen seiner Straftaten eine Aufenthaltsberechtigung verwehrt. Der Albaner war zwischen 1991 bis 1998 elf Mal wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Diebstahl verurteilt worden.

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