• Rinderwahn: "Kein Risiko eingehen": Die Agrarsprecherin der Grünen zu BSE und Verbraucherschutz

Politik : Rinderwahn: "Kein Risiko eingehen": Die Agrarsprecherin der Grünen zu BSE und Verbraucherschutz

Ist die BSE-Gefahr in Deutschland gebannt?

Ist die BSE-Gefahr in Deutschland gebannt?

Von gebannt kann man nicht reden, weil wir bis heute weder den Erreger noch die Übertragungswege kennen. Auch die Tests sind nicht 100-prozentig. Insofern gibt es einiges zu tun.

Was muss denn ihrer Ansicht nach getan werden?

Die Regierung hat die wichtigsten Maßnahmen durchgeführt. Aber die Schlachtverfahren müssen weiter verbessert werden. Wir haben immer noch das Problem, dass bei der Durchtrennung der Wirbelsäule Risikomaterial austreten kann. Zudem muss mehr geforscht werden, zum Beispiel ob BSE auch durch Schafe und Ziegen übertragen wird.

Wie beurteilen Sie in dem Zusammenhang die Überlegung, wieder Tiermehl zu verfüttern?

Ich halte das für zu früh. Wir haben keine ausreichende Erkenntnis darüber, welche Tierarten die Krankheit befallen kann. Außerdem gibt es das Bundesamt für Verbraucherschutz noch nicht. Die großen Probleme waren mangelnde Kontrolle und fehlende Transparenz. Das Bundesamt soll nun die verschiedenen Kontroll-Ebenen koordinieren. Aber man sollte keine Risiken eingehen.

Welche Schritte sind denn geplant, um den Verbraucher zu schützen?

Ab 2002 greifen neue Regeln zur Umorientierung der Lebensmittelproduktion. Die Fördermaßen des Bundes konzentrieren sich auf artgerechte Tierhaltung und Qualitätsproduktion. Aber die Länder sind weitgehend mit der Umsetzung betraut. Hier liegt es daran, wie effektiv sie das tun werden.

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