Politik : Ringstorff wieder gewählt

Schweriner Ministerpräsident erhält alle SPD- und PDS-Stimmen

Andreas Frost

Schwerin. Harald Ringstorff (SPD) ist zum zweiten Mal zum Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern gewählt worden. Im Schweriner Landtag erhielt er am Mittwoch offenbar alle 46 möglichen Stimmen der SPD/PDS-Koalition. Die oppositionelle CDU stimmte geschlossen gegen ihn. „Besser konnte es nicht laufen. Das ist eine solide Basis für die nächsten vier Jahre", sagte der 63 Jahre alte Regierungschef nach der Wahl. Beim ersten Anlauf vor vier Jahren hatte Ringstorff noch deutlichen Gegenwind aus den eigenen Reihen gespürt. Nur 39 von 47 Abgeordneten der rot-roten Regierungsmehrheit stimmten damals für ihn.

Zwei Berliner sind neu in Ringstorffs Regierungsmannschaft, in der die SPD sechs und die PDS drei Ministerposten besetzt. Zum Bildungsminister ernannte Ringstorff den parteilosen Mediziner Hans-Robert Metelmann, der in Berlin geboren wurde und sich 1989 an der Freien Universität habilitierte. Seit Juli 2000 war Metelmann Rektor der Universität Greifswald. Metelmann ist Nachfolger von Peter Kauffold (SPD), der auf eine weitere Amtszeit verzichtete.

Die neue Sozialministerin Marianne Linke (PDS) habilitierte sich an der Humboldt-Universität als Agrarwissenschaftlerin und arbeitete an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Nach der Wende studierte sie Jura. Sie löst nach einem Votum des PDS-Landesparteitags vom Wochenende Martina Bunge ab. Die anderen sieben Minister bleiben im Amt. Bei der Wahl im September hatte die SPD 40,6 (plus 6,3) und die PDS 16,4 (minus 8,0) Prozent der Stimmen erreicht.

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