Politik : Risikosportarten bleiben versichert

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Berlin Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat Überlegungen von Finanzminister Hans Eichel (SPD) zurückgewiesen, Risikosportarten aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung herauszunehmen. „Da wird sich nichts ändern“, sagte ihr Sprecher Klaus Vater am Donnerstag. Er verwies darauf, dass es in Volkssportarten wie Fußball die meisten Verletzungen gebe. Echte Risikosportarten wie Paragliding fielen bei den Kassenausgaben dagegen kaum ins Gewicht.

Eichel (SPD) hatte Einsparungen im Gesundheitswesen gefordert. Es müsse gefragt werden, „ob wir die geltenden Leistungen tatsächlich alle brauchen“, sagte er der „Welt“. Jeder sei ein Stück weit für seine eigene Gesundheit verantwortlich. „Das fängt bei der Ernährung an und hört bei Risikosportarten auf.“

Das Gesundheitsministerium nannte es eine „pure Selbstverständlichkeit“, dass das Leistungsspektrum der Kassen ständig überprüft werde. Die Ministerin könne aber nicht festlegen, was medizinisch notwendig ist. Dafür gebe es den Gemeinsamen Ausschuss von Krankenkassen und Kassenärzten. dpa

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