Politik : Rösler: Kein Gift für Todesspritze an die USA liefern

Berlin - Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat an die deutsche Pharmaindustrie appelliert, den USA das für Hinrichtungen eingesetzte Betäubungsmittel Thiopental nicht zu liefern. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Rösler hat demnach die Herstellerfirmen und den Großhandelsverband in einem Schreiben eindringlich gebeten, Anfragen aus den USA zur Lieferung von Thiopental nicht zu entsprechen.

Die USA haben seit Monaten Schwierigkeiten, das Mittel zu erhalten; einzelne Bundesstaaten werden die Vollstreckung von Todesurteilen wohl umplanen müssen. Thiopental wird vom Pharmakonzern Hospira hergestellt, der seit längerem Produktionsprobleme hat und eigentlich in Italien weiter produzieren wollte. Doch Rom verbot die Ausfuhr wegen der Verwendung des Stoffs. AFP/dpa

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