Politik : Röttgen dringt auf Ergebnisse in Cancun

Cancun/Berlin - Knapp ein Jahr nach der enttäuschenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen haben am Montag im mexikanischen Cancun neue Beratungen der Weltgemeinschaft über den Kampf gegen die Erderwärmung begonnen. Dazu wurden Vertreter aus mehr als 190 Ländern erwartet. Es gehe „nicht darum, weitere Schritte zu planen, sondern Schritte zu tun“, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Montag in Berlin. Es solle ein „balanciertes Paket von Entscheidungen geben“. Am Ziel eines umfassenden Klimaschutzabkommens müsse die Weltgemeinschaft dabei festhalten. In Cancun werde es ein solches Abkommen aber noch nicht geben, sagte Röttgen. Alle Staaten, auch bisher widerstrebende Länder wie die USA und China, müssten verbindliche Verpflichtungen übernehmen.

Die Leiterin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, warb für „schrittweises Vorankommen“. „Die wichtigste Lektion aus Kopenhagen ist, dass es kein Wunderabkommen zur Lösung des Klimaproblems gibt.“ Von der Konferenz wurden Fortschritte beim Waldschutz, bei Finanzhilfen für den Klimaschutz in Entwicklungsländern und bei Zusagen von Emissionsminderungen erwartet. AFP

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