Politik : Rosenholz

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Es war die größte Niederlage der Stasi und ein Coup des USGeheimdienstes CIA. In den Wendewirren sicherten sich US-Agenten eine Datei, die dann als „Rosenholz“ bekannt wurde. Sie war das Buch der Stasi-Westarbeit. Auf Hunderttausenden Karteikarten hatte die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) von Markus Wolf ihre Kontaktpersonen aufgeführt; 1988 hatte sie die Karten auf Mikrofilm gespeichert. Als dieser dann verschwand, wurden viele Spionagevorgänge, in denen nur Decknamen aufgeführt waren, wertlos. Das Buch der HVA war nicht lesbar. Erst auf Druck der Bundesregierung kamen die Daten nun zurück, jedenfalls die über deutsche Spione. Seit wenigen Tagen ist die Datei nicht mehr als „geheim“ eingestuft. Spekulationen, nach denen 50 000 Agenten jetzt vor der Enttarnung stehen, bezeichnet der Geheimdienstkoordinator der Bundesregierung, Ernst Uhrlau, aber als „unseriöse Kaffeesatzleserei“. ide

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