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Rot-grüner Streit : Grünen-Kandidat Kretschmann keilt gegen Gabriel zurück

Der baden-württembergische Grünen-Kandidat Winfried Kretschmann weist SPD-Kritik als "tendenizös" zurück. SPD-Chef Gabriel hatte den Grünen die Fähigkeit zur politischen Führung abgesprochen.

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Rot gegen Grün, Grün gegen Rot: Der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hat die Kritik der Bundes-SPD an seiner Partei in scharfer Form zurückgewiesen. „Die SPD soll sich lieber um sich selbst kümmern, als sich in tendenziöse Beurteilungen unserer Politik zu verlieren“, sagte Kretschmann dem Tagesspiegel.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte kürzlich mit Blick auf die Wahl in Baden-Württemberg erklärt, er wolle nicht, dass ein grüner Ministerpräsident die Richtlinien der Politik bestimmte. Die Beschränkung der Grünen auf einige wenige Themen reiche für politische Führung nicht aus. Laut Umfragen liegen die Grünen im Südwesten weit vor der SPD und könnten gemeinsam mit den Sozialdemokraten die schwarz-gelbe Landesregierung ablösen.

Das Klima zwischen Rot und Grün ist rauer geworden, seit durchsickerte, dass Renate Künast in Berlin gegen den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) antreten wird. Kretschmann jedenfalls begrüßt eine solche Kandidatur. „Ich traue Renate Künast zu, dass sie die Stadt nach vorne bringt“, sagte der Grünen-Politiker dem Tagesspiegel. „Sie ist eine mutige und entschlossene Politikerin.“ Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion will ihre Partei und die Öffentlichkeit Anfang November über ihre Pläne informieren.

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