Rot-Rot-Grün : Die Linke muss jetzt liefern

Die Pragmatiker in der Linkspartei dürfen dem Grundsatzstreit mit Wagenknecht, Lafontaine und Co. nicht länger aus dem Weg gehen. Ein Kommentar.

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Werbe-Taschentücher der Linkspartei.
Werbe-Taschentücher der Linkspartei.Foto: dpa

Er nennt Hillary Clinton eine Terroristin, sie bezichtigt die Nato der Kriegstreiberei: Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht bürsten die Linke auf Krawall. Für alle jene bei SPD, Grünen und Linkspartei, die von einer gemeinsamen Regierung nach der Bundestagswahl 2017 träumen, ist das eine schlechte Nachricht. Wer Bundeswehreinsätze kategorisch ausschließt und die deutschen Bündnisverpflichtungen im Rahmen der Nato am liebsten in den Wind schießen will, mag Protestwähler einsammeln. Regierungsfähig wird die Linke so nicht.

Wenn Rot-Rot-Grün mehr sein soll als eine nur vorgetäuschte Machtperspektive, dann sind die Pragmatiker innerhalb der Linkspartei gefragt. Sie dürfen dem Grundsatzstreit mit Wagenknecht, Lafontaine und ihren Gefolgsleuten um Krieg und Frieden nicht länger aus dem Weg gehen. Der wird mit Sicherheit schmerzhaft werden und könnte die Linke in eine Zerreißprobe führen. Ihn aber weiterhin zu vertagen, um nach außen hin den Anschein von Geschlossenheit zu wahren, ist keine Option.

Jedenfalls dann nicht, wenn man es ernst meint mit Rot-Rot-Grün und der Ablösung der großen Koalition unter Angela Merkel. Den Beweis dafür muss die Linke jetzt liefern.

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