Politik : Ruanda stimmt über Machtverteilung ab

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(dpa). Neun Jahre nach dem Völkermord in Ruanda hat die Bevölkerung des ostafrikanischen Landes mit der Abstimmung über eine neue Verfassung begonnen. Sie wurde bereits im Vorfeld vom Parlament angenommen und soll den Weg für Parlaments und Präsidentenwahlen ebnen. Gewaltenteilung und eine Dezentralisierung der Regierungsmacht sollen garantiert werden, um die unumschränkte Herrschaft einer Ethnie zu verhindern. Damit werden Konsequenzen aus dem Massaker von 1994 gezogen, dem mehr als eine halbe Million Angehörige der Tutsi-Minderheit und gemäßigte Hutu zum Opfer fielen. Seit dem Völkermord wird Ruanda von der „Ruandischen Patriotischen Front“ und Präsident Paul Kagame geführt. Bei einem wahrscheinlich positiven Abstimmungsergebnis soll es noch bis zum Jahresende Wahlen in Ruanda geben.

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