Rückkehr : Aus Jemen befreite Geiseln wieder in Deutschland

Die beiden im Jemen befreiten Mädchen einer fünfköpfigen Familie aus Sachsen sind nach Angaben von Verwandten wieder in ihrer Heimat angekommen. Über das Schicksal der Eltern ist weiterhin nichts bekannt.

"Wir haben sie im Umfeld der Familie aufgenommen", sagte der Schwager des entführten Vaters, Reinhard Pötschke. Den Mädchen gehe es den Umständen entsprechend gut. Körperlich hätten die beiden keine Mangelerscheinungen. Weitere Angaben zum Verbleib der Mädchen wollte Pötschke nicht machen.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die beiden Mädchen nach rund elf Monaten Geiselhaft befreit wurden und sich in der Obhut saudischer Behörden befanden. Ihr zweijähriger Bruder soll nach Zeitungsberichten offenbar tot sein. Über das Schicksal der Eltern ist weiterhin nichts bekannt. Die beiden Mädchen wurden unmittelbar nach ihrer Befreiung nach Deutschland zurückgebracht.

Die Familie aus dem ostsächsischen Meschwitz war am 12. Juni vergangenen Jahres im Jemen zusammen mit zwei Bibelschülerinnen aus Niedersachsen, einem Briten und einer Südkoreanerin verschleppt worden. Die Bibelschülerinnen und die Südkoreanerin wurden wenig später tot aufgefunden, vermutlich wurden sie ermordet. Im Januar hatte Westerwelle mitgeteilt, die jemenitischen Behörden würden den Aufenthaltsort der Familie kennen. (ddp)

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