Politik : Rückschlag für Parteilinke Nahles und Schreiner erst im zweiten Wahlgang gewählt

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(hmt). Bei den Wahlen der Beisitzer im Parteivorstand hat Matthias Platzeck seinen Ruf als Hoffnungsträger der SPD bestätigt. Im ersten Wahlgang erzielte der Brandenburger Ministerpräsident mit 369 von 470 gültigen Stimmen das Spitzenergebnis vor seiner Kieler Kollegin Heide Simonis (356), Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (351) und JusoChef Niels Annen (312). Der niedersächsische Fraktionschef Sigmar Gabriel folgt knapp danach mit 295 Stimmen. Im zweiten Wahlgang votierten die Delegierten mit großer Mehrheit (309 Stimmen) auch für den Chef des SPD-Bezirks Weser-Ems, Garrelt Duin. Der Gabriel-Vertraute hatte vor dem Parteitag offen den Rücktritt von Generalsekretär Olaf Scholz gefordert.

Abgewählt wurde die Agenda-Kritikerin Sigrid Skarpelis-Sperk aus Bayern. Das Ergebnis zeige, dass die Parteilinke Flügelfiguren fallen lasse, die sich nicht mehr um Integration bemüht hätten, hieß es unter Delegierten. Linken-Sprecherin Andrea Nahles und Ottmar Schreiner, auch er ein Wortführer der Agenda-Kritiker, hatten erst im zweiten Wahlgang Erfolg. Der frühere sachsen-anhaltische Ministerpräsident Reinhard Höppner verzichtete im zweiten Wahlgang und warb erfolgreich dafür, Parteichefs der neuen Länder in das Gremium zu entsenden.

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