Politik : Ruhe und Angst im Iran

Teheran - Ein Jahr nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind im Iran Proteste von Regierungsgegnern zunächst ausgeblieben. Busse mit Sicherheitskräften stünden abseits auf Behördenparkplätzen in Bereitschaft, berichteten Augenzeugen. Aus Angst vor neuer Gewalt hat die Opposition Massendemonstrationen abgesagt, mit denen eigentlich die friedliche Kundgebung vom 15. Juni 2009 wiederholt werden sollte, die mit mehr als einer Million Teilnehmer die größte nach der Revolution von 1979 war.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz des Ex-Parlamentspräsidenten Mehdi Karubi und des Oppositionspolitikers Mir Hossein Mussawi, die im Internet veröffentlicht wurde, forderten sie freie Presse, freie Wahlen und eine Achtung der Menschenrechte – und kritisierten, dass „das Gegenteil geschieht“. dpa/AFP

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