Politik : Rumsfeld: USA verhandeln mit Rebellen im Irak

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Washington/Bagdad – USVertreter haben im Irak geheime Verhandlungen mit irakischen Rebellen geführt, um einen Rückgang der Gewalt zu erreichen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der britischen Zeitung „Sunday Times“. Es werde versucht, Aufständische zum Überlaufen zu bewegen, sagte er dem Fernsehsender Fox News. So etwas geschehe auch in Afghanistan. US-Präsident George W. Bush schwor seine Landsleute angesichts der täglichen Gewalt im Irak auf weitere „harte Kämpfe“ gegen Rebellen ein. Nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld können die Kämpfe im Irak noch bis zu zwölf Jahre lang andauern. Allein am Wochenende wurden im Irak mehr als 40 Menschen bei Anschlägen getötet.

Rumsfeld sagte mit Blick auf den Pressebericht, die USA würden „von Zeit zu Zeit“ Treffen mit Rebellen „ermöglichen“. Wann Gespräche stattfanden und wer an ihnen beteiligt war, wollte der Pentagon-Chef nicht sagen. „Die Iraker haben eine souveräne Regierung“, sagte er. „Sie entscheiden, welche Kontakte sie zu bestimmten Aufständischen haben.“ Die „Sunday Times“ berichtete unter Berufung auf irakische Teilnehmer, am 3. Juni und zehn Tage später hätten bei Balad rund 40 Kilometer nördlich von Bagdad Treffen zwischen US-Gesandten und Verantwortlichen irakischer Rebellengruppen stattgefunden. Auf US-Seite seien die Verhandlungen von einem Armee-Offizier, einem Geheimdienstoffizier, einem Kongressmitarbeiter und einem Mitarbeiter der Bagdader Botschaft geführt worden. dpa

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