Politik : Russen melden Kontrolle einer wichtigen Bergregion

Russische Truppen und tschetschenische Separatisten haben sich am Donnerstag in dem Dorf Komsomolskoje im Süden der Kaukasusrepublik erneut heftige Kämpfe geliefert. Wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Militärführung meldete, kesselten russische Truppen den Ort ein. Die Separatisten hätten sich daraufhin in kleine Gruppen aufgetrennt und leisteten erbitterten Widerstand. Weiter hieß es, die Tschetschenen versuchten, aus dem Ort auszubrechen. Über die Zahl der in dem Ort eingeschlossenen Separatisten gab es widersprüchliche Angaben. Während der tschetschenische Kommandeur Gennadi Troschew am Mittwoch 25 bis 30 Kämpfer angab, sprachen die russischen Streitkräfte von bis zu 1000 Kämpfern in und um Komsomolskoje.

Unterdessen vertrieben die Streitkräfte nach eigenen Angaben die tschetschenischen Einheiten aus dem oberen Teil der strategisch wichtigen Argun-Schlucht. Die russischen Truppen hätten die Kontrolle über alle Dörfer in der Schlucht, hieß es in einer Mitteilung der Militärführung. Innerhalb eines Tages flog die russische Luftwaffe nach eigenen Angaben 63 Einsätze, die meisten davon gegen Einheiten in den Schluchten von Argun und Wedeno sowie gegen Komsomolskoje. Unklar jedoch war die Lage in dem schwer zugänglichen Abschnitt in den Bergen von Schatoi nach Süden zur Grenze nach Georgien. Die Rebellen versuchten sich in kleinen Verbänden von zehn bis 15 Mann zum Teil in die Berge oder aber in das Flachland abzusetzen.

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