Politik : Russen sollen Hunderte Kämpfer getötet haben - Rebellen ziehen sich zurück

Nach zehn Tagen erbitterten Kampfes haben die in Komsomolskoje verschanzten tschetschenischen Rebellen den Ort in der Nacht zum Mittwoch verlassen. Sie würden sich in den Wäldern im Süden des Ortes verstecken, sagten russische Soldaten in der Nähe von Komsomolskoje der Nachrichtenagentur AFP. Nach russischen Angaben hatten sich ursprünglich rund 500 tschetschenische Kämpfer in Komsomolskoje verschanzt. Fast 400 von ihnen seien getötet worden. Verteidigungsminister Igor Sergejew sagte in Moskau, am Dienstag habe eine Gruppe von 120 tschetschenischen Rebellen versucht, aus Komsomolskoje auszubrechen. Die russischen Soldaten hätten sie aber zurückgeschlagen. Die russische Armee beschießt den Ort am Eingang der Argun-Schlucht seit Tagen. Die Armeeführung hatte aber erklärt, sie habe es mit der Eroberung des Dorfes nicht eilig.

Sergejew kündigte unterdessen an, die russischen Truppen würden die Rebellen in Tschetschenien in rund sechs Wochen besiegen. Dann setze die Schneeschmelze ein, viele bislang unzugängliche Bergpässe würden dann frei. Die Rebellen würden dann versuchen, in die Nachbarrepubliken zu fliehen, sagte Sergejew. Nach seinen Angaben halten sich der tschetschenische Präsident Aslan Maschadow und die Kommandeure Schamil Bassajew und Chattab noch in der Kaukasusrepublik auf, versuchen aber zu fliehen.

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