Politik : Russische Armee greift nach Überfall in Tschetschenien ein

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Moskau Nach dem Rebellenüberfall auf die Teilrepublik Inguschetien mit Dutzenden Toten sucht die russische Armee in Tschetschenien nach den Angreifern. Im Zuge von Razzien sei es zu mehreren Gefechten gekommen, bei denen mindestens acht Rebellen getötet worden seien, teilte die russische Militärführung am Mittwoch in Tschetschenien mit. Eine Bande von 40 Kämpfern sei im Bezirk Schali südöstlich der Hauptstadt Grosny umzingelt worden.

In den Krankenhäusern Inguschetiens wurden am Mittwoch nach dem Rebellenüberfall noch 45 Verletzte behandelt. Die Zahl der Toten erhöhte sich am Mittwoch auf 92. Die inguschetische Polizei nahm am Morgen fünf verdächtige Männer fest, die an dem Überfall beteiligt gewesen sein sollen.

Präsident Wladimir Putin hatte am Dienstagabend bei einem Krisentreffen mit der inguschetischen Führung die Stationierung weiterer Truppenverbände in Inguschetien angekündigt. „Die Staatsmacht tut nicht genug für den Schutz der Teilrepublik“, sagte Putin bei seinem Kurzbesuch in der neuen inguschetischen Hauptstadt Magas. In der Nacht zum Dienstag waren etwa 200 schwer bewaffnete Kämpfer in die Stadt Nasran sowie zwei weitere Ortschaften eingedrungen und hatten gezielt ranghohe moskautreue Beamte erschossen. dpa

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