Russland : Medwedew spricht sich für Freilassung von Pussy-Riot-Mitgliedern aus

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat sich erneut für eine Freilassung der inhaftierten Mitglieder der Punkband Pussy Riot ausgesprochen. Zwar verabscheue er ihren Auftritt in der Christ-Erlöser-Kathedrale, doch hätten die Frauen nun lange genug im Gefängnis gesessen.

Der Prozess um die Punkband "Pussy Riot" macht die drei jungen Frauen Yekaterina Samutsevich, Maria Alyokhina und Nadezhda Tolokonnikova zu Ikonen eines weltweiten Kampfes um Meinungsfreiheit und künstlerische Freiheit. Menschen auf der ganzen Welt beteiligen sich daran.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dapd
17.08.2012 12:27Der Prozess um die Punkband "Pussy Riot" macht die drei jungen Frauen Yekaterina Samutsevich, Maria Alyokhina und Nadezhda...

Die Frauen sollten daher frei kommen, sagte Medwedew am Freitag. Der Ministerpräsident hatte bereits Mitte September die Freilassung der drei Musikerinnen von Pussy Riot gefordert.

Diese waren im August von einem Moskauer Gericht wegen ihres „Punk-Gebetes“ in der Kathedrale in Moskau zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die Frauen hatten am 21. Februar bei einer Protestaktion die Mutter Gottes angerufen, den kurz darauf wieder zum Präsidenten gewählten Putin zu verjagen.

Ein Berufungsgericht bestätigte am 10. Oktober das Urteil, erließ aber der dritten Angeklagten, Jekaterina Samuzewitsch, die Gefängnisstrafe. Die beiden anderen Musikerinnen, Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa, wurden in verschiedene Straflager gebracht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Medwedews Äußerungen etwas bewirken, wird als eher gering eingeschätzt.

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben