Russland : Medwedew spricht sich für Freilassung von Pussy-Riot-Mitgliedern aus

02.11.2012 19:18 Uhr
  • Der Prozess um die Punkband "Pussy Riot" macht die drei jungen Frauen Yekaterina Samutsevich, Maria Alyokhina und Nadezhda Tolokonnikova zu Ikonen eines weltweiten Kampfes um Meinungsfreiheit und künstlerische Freiheit. Menschen auf der ganzen Welt beteiligen sich daran. Foto: dapd
    Der Prozess um die Punkband "Pussy Riot" macht die drei jungen Frauen Yekaterina Samutsevich, Maria Alyokhina und Nadezhda Tolokonnikova zu Ikonen eines weltweiten Kampfes um... - Foto: dapd
  • In Berlin hat Sängerin Peaches einen Video-Dreh zu ihrem Protestsong für ihre russischen Kolleginnen organisiert. Foto: AFP
    In Berlin hat Sängerin Peaches einen Video-Dreh zu ihrem Protestsong für ihre russischen Kolleginnen organisiert. - Foto: AFP
  • "Pussy Riot" ist wegen Rowdytums und der Verletzung religiöser Gefühle angeklagt. Die Unterstützer der Punkbank setzen mit ihrem Protest noch einen drauf. In Kiev sägen Mitglieder einer feministischen Gruppe ein Kreuz ab. Foto: dpa
    "Pussy Riot" ist wegen Rowdytums und der Verletzung religiöser Gefühle angeklagt. Die Unterstützer der Punkbank setzen mit ihrem Protest noch einen drauf. In Kiev sägen Mitglieder... - Foto: dpa

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat sich erneut für eine Freilassung der inhaftierten Mitglieder der Punkband Pussy Riot ausgesprochen. Zwar verabscheue er ihren Auftritt in der Christ-Erlöser-Kathedrale, doch hätten die Frauen nun lange genug im Gefängnis gesessen.

Die Frauen sollten daher frei kommen, sagte Medwedew am Freitag. Der Ministerpräsident hatte bereits Mitte September die Freilassung der drei Musikerinnen von Pussy Riot gefordert.

Diese waren im August von einem Moskauer Gericht wegen ihres „Punk-Gebetes“ in der Kathedrale in Moskau zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die Frauen hatten am 21. Februar bei einer Protestaktion die Mutter Gottes angerufen, den kurz darauf wieder zum Präsidenten gewählten Putin zu verjagen.

Ein Berufungsgericht bestätigte am 10. Oktober das Urteil, erließ aber der dritten Angeklagten, Jekaterina Samuzewitsch, die Gefängnisstrafe.

Die beiden anderen Musikerinnen, Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa, wurden in verschiedene Straflager gebracht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Medwedews Äußerungen etwas bewirken, wird als eher gering eingeschätzt.

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