Russland : Putins Erbprinz kann mit 75 Prozent rechnen

Nach neuesten Umfragen wird der Putin-Kandidat für das Staatspräsidentenamt Anfang März eine überwältigende Mehrheit der Stimmen erhalten. Medwedew würden rund drei Viertel der Russen wählen, auf Rang zwei kommt derzeit Kommunistenchef Sjuganow.

Medwedew
Siegertyp: Dmitri Medwedew. -Foto: dpa

MoskauDer vom russischen Präsidenten Wladimir Putin als Nachfolger vorgeschlagene Dmitri Medwedew kann bei der Wahl des Staatsoberhaupts am 2. März mit einer Drei-Viertel-Mehrheit rechnen. Nach einer nun veröffentlichten Umfrage des staatsnahen Meinungsforschungsinstituts VZIOM wollen knapp 75 Prozent der Wähler für den derzeitigen Vizeregierungschef stimmen. Putin hatte bei seiner ersten Wahl 2001 knapp 53 Prozent erhalten.

Weit abgeschlagen liegen laut der Umfrage an zweiter Stelle Kommunistenchef Gennadi Sjuganow mit 12,8 Prozent und auf Platz drei der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski (11,5 Prozent). Der Kandidat Andrej Bogdanow von der kremlnahen Demokratischen Partei kam in der Umfrage auf 0,9 Prozent der Stimmen.

Medwedew, der auch Aufsichtsratschef des russischen Gasmonopolisten Gazprom ist, gelte als "Kandidat der Hoffnung", sagte VZIOM-Generaldirektor Waleri Fjodorow. Die Menschen erwarteten eine "stabile wirtschaftliche Entwicklung, ein besseres Leben und die Rückkehr der Sozialpolitik". Nachdem Medwedew die Teilnahme an Fernsehdebatten im Wahlkampf abgelehnt hatte, berichteten russische Zeitungen über die neue Internetseite des Kandidaten. Hier stellt der 42-Jährige sein Leben und sein Programm in Texten und Bildern vor. (jvo/dpa)

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