Politik : Russland sperrt weitere Leute von Greenpeace ein

Murmansk - Nach der Protestaktion in der Arktis hat ein Gericht im russischen Murmansk am Sonntag auch die restlichen acht Greenpeace-Aktivisten für zwei Monate in Untersuchungshaft genommen. Für 22 war dies bereits am Donnerstag angeordnet worden. Damit sitzen nun alle 30 Besatzungsmitglieder des Eisbrechers „Arctic Sunrise“ in U-Haft. Die Justiz ermittelt wegen „Piraterie“.

Die Gruppe war am 18. September mit der „Arctic Sunrise“ zu einer Ölbohrplattform des russischen Energieriesen Gazprom in der Barentssee gefahren. Zwei Aktivisten aus der Schweiz und Finnland versuchten erfolglos, auf die Plattform zu gelangen, um auf die Gefahren durch die Gas- und Ölförderung in der Arktis aufmerksam zu machen. Am nächsten Tag stürmte die Küstenwache, die dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB untersteht, die „Arctic Sunrise“ und brachte das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff samt der Besatzung aus 18 Ländern nach Murmansk. AFP

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