Politik : Russland strebt mehr Einfluss in Nahost an

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Moskau - Die russische Regierung strebt nach einem Zeitungsbericht eine größere Einflussnahme im Nahen Osten an. Das berichtete der „Kommersant“ vor dem Besuch von Syriens Präsident Baschar al Assad am Dienstag in Moskau. Präsident Wladimir Putin wolle Assads Zustimmung für eine Nahostkonferenz in Moskau gewinnen, an der Syrien, Libanon, möglicherweise Iran sowie Vertreter der Palästinenser und Israels teilnehmen sollen. Ziel sei unter anderem, Syrien von seiner Einflussnahme gegen die westlich orientierte Regierung im Libanon abzubringen, berichtete die Zeitung weiter.

Im Gegenzug wolle sich Moskau dafür stark machen, dass kein UN-Tribunal zur Aufklärung des Mordes am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri eingesetzt werde, das eine Verwicklung Syriens aufzeigen könnte. Erst am Freitag hatte Libanons Ministerpräsident Fuad Siniora Moskau besucht. Dabei hatte der russische Präsident laut Siniora zugesagt, sich für eine Verbesserung der Beziehung zwischen Beirut und Damaskus einzusetzen.

Der von der russischen Regierung finanzierte Auslandssender „Russia Today TV“ will nach Informationen des Tagesspiegels noch im kommenden Jahr ein arabischsprachiges Programm auf Sendung bringen. Wie ein Mitarbeiter des Senders mitteilte, befindet sich die arabischsprachige Redaktion bereits im Testbetrieb. Bislang ist der Fernsehkanal nur auf Englisch zu empfangen. „Russia Today TV“ wurde vor einem Jahr gegründet, um das Image Russlands im Ausland zu verbessern. müh/AFP

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