Russland vor der Wahl : Zehntausende jubeln Putin zu

Wladimir Putin strebt mit aller Kraft zurück an die Macht: Im März will er sich zum dritten Mal zum Präsidenten wählen lassen. Am Donnerstag trat er vor zehntausenden Anhängern in Moskau auf.

Das Luschniki-Stadion in Moskau platzt aus allen Nähten: Zehntausende Anhänger von Wladimir Putin sind zusammen gekommen.
Das Luschniki-Stadion in Moskau platzt aus allen Nähten: Zehntausende Anhänger von Wladimir Putin sind zusammen gekommen.Foto: AFP

Zehntausende Menschen haben bei einer Großkundgebung unter dem Motto „Schützen wir Russland“ in Moskau vor der Präsidentenwahl für Kremlkandidat Wladimir Putin demonstriert. Zur Unterstützung des Regierungschefs versammelten sich am Donnerstag bei Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt viele Funktionäre und Beschäftigte von Staatsbetrieben im Luschniki-Stadion.
Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von Demonstranten, die auf Plakaten Putin ihre Stimme zusicherten. Der 59-Jährige will sich am 4. März zum dritten Mal zum Präsidenten wählen lassen. Er hatte das höchste Staatsamt bereits von 2000 bis 2008 inne und darf nun nach einer Pause als Regierungschef erneut antreten.
Nach Polizeiangaben kamen zu dem Volksfest im Luschniki-Stadion mehr als 130.000 Menschen, etwa 30.000 Demonstranten hatten sich demnach zuvor an einem Demonstrationszug beteiligt. Die Arena fasst dem Radiosender Echo Moskwy zufolge mehr als 80.000 Menschen.

Putin und Medwedew - Puppenspieler der Macht
In jeder Lage perfekt inszeniert: Wladimir Putin hat alles fest im Griff.Weitere Bilder anzeigen
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17.08.2011 11:20In jeder Lage perfekt inszeniert: Wladimir Putin hat alles fest im Griff.


Das regierungskritische Internetportal kasparov.ru berichtete, dass Tausende Demonstranten unter Drohungen von Gehaltskürzungen zur Teilnahme an der Pro-Putin-Aktion genötigt worden seien. Viele seien mit Bussen und Zügen nach Moskau gebracht worden.


Bei vier anderen Demonstrationen in Moskau kamen insgesamt einige tausend Menschen zusammen, um andere Kandidaten der Wahl zu unterstützen. Die Opposition, die zur Wahl nicht zugelassen ist, verzichtete an dem arbeitsfreien Feiertag zu Ehren des „Beschützers des Vaterlandes“ auf eine Kundgebung. (dpa)

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