Politik : Sachsen-Anhalt: Weniger rechtsextreme Gewalttaten

löb

Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten in Sachsen-Anhalt geht zurück. Im Jahr 2000 hat der Verfassungsschutz des Landes 85 Gewalttaten registriert. Im Jahr zuvor waren es noch 126 Gewaltdelikte gewesen. "Besorgnis erregend ist aber die zunehmende Brutalität dieser Rechtsextremisten", sagte Innenminister Manfred Püchel (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichtes der Behörde in Magdeburg. "Trauriger Höhepunkt dabei war der brutale Mord an dem Mosambikaner Alberto Adriano im Juni, der auch international für Beunruhigung gesorgt hat."

Aus Püchels Sicht erfreulich ist, dass die Zunahme nicht gewalttätiger Straftaten aus dem rechtsextremen Spektrum im vergangenen Jahr lediglich 10,1 Prozent betragen habe. "Damit sind wir vom Platz eins aller Länder bei der Zahl rechter Straftaten auf Platz sechs zurück gefallen", sagte der Minister. Mit konsequentem Vorgehen will Püchel der rechten Szene in Sachsen-Anhalt weiter das Leben schwer machen. Als Beispiel nannte er die Durchsetzung des Verbotes der internationalen Skinhead-Verbindung "Blood & Honour", deren Sachsen-Anhalt-Sektion mit rund 40 Mitgliedern eine der stärksten in Deutschland gewesen sei.

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben