Politik : Saddam nach Minsk?

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Die Patriotische Union Kurdistans (PUK) rechnet mit einer Festnahme des irakischen ExPräsidenten Saddam Hussein in spätestens einem Monat. Die US-Armee habe vor zwei Wochen bereits sehr konkrete Informationen über den Aufenthaltsort des früheren Diktators in der nordirakischen Stadt Mosul gehabt, erklärte Adel Murad, einer der drei Stellvertreter von PUK-Chef Dschalal Talabani.

Saddam Hussein sei ihnen aber in letzter Minute entkommen. „Sie (die US-Militärs) haben 22 Hubschrauber geschickt. Das hat ihn gewarnt, und er konnte fliehen“, erklärte Murad am Sonntag der dpa in Bagdad.

„Wenn sie uns nur gelassen hätten, wir hätten ihn mit zehn unserer Peschmerga (kurdische Kämpfer) geschnappt“, fügte er hinzu. Die Kurden würden Saddam dann sofort an die Amerikaner übergeben.

Die britische Zeitung „Sunday Mirror“ berichtete dagegen am Sonntag unter Berufung auf eine „hochrangige irakische Quelle“, Saddam Hussein führe über Mittelsmänner seit neun Tagen in seiner Heimatstadt Tikrit „Geheimverhandlungen“ mit den US-Militärs im Irak. Er wolle die freie Ausreise nach Weißrussland im Austausch für Informationen über Massenvernichtungswaffen erreichen. dpa

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