Politik : Satanistenszene: Mordverdacht gegen rechte Teufelsanbeter

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Anhänger der rechtsextremen Satanistenszene haben offenbar ein Opfer zu Tode gequält. In einer Wohnung in der Ruhrgebietsstadt Witten fand die Polizei am Montag die Leiche eines 33 Jahre alten Mannes. Sein Körper habe 66 Messerstiche und Spuren von Hammerschlägen aufgewiesen, teilte die Staatsanwaltschaft Bochum mit. Tatverdächtg ist ein Ehepaar, in dessen Wohnung die Leiche entdeckt wurde. Der 25-jährige Mann und seine drei Jahre jüngere Frau sind laut Staatsanwaltschaft untergetaucht.

In der Wohnung fanden die Ermittler zahlreiche satanistische und rechtsextremistische Symbole, darunter einen Eichensarg, Attrappen von Totenschädeln, umgedrehte Christuskreuze, SS-Runen und CDs von Bands aus der Szene der braunen Teufelsanbeter. Auf ein Fenster waren die Worte "when Satan lives" (wenn Satan lebt) geschmiert. Als Motiv für den Mord vermutet die Staatsanwaltschaft "Freude am Töten". Der tatverdächtige 25-Jährige ist den letzten drei Jahren bereits wegen Verwendens von Nazi-Symbolen aufgefallen, außerdem hatte er sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft illegal Waffen zugelegt.

Anhänger der Satanistenszene haben in der Vergangenheit mehrmals grausige Verbrechen begangen. Bekannt wurde vor allem der Fall des Thüringers Hendrik Möbus, der 1994 wegen Mordes an einem Jugendlichen zu acht Jahren Jugendhaft verurteilt worden war. 1999 entkam Möbus in die USA. Dort nahm ihn die Polizei fest, als er das Anwesen eines Neonazi-Anführers verließ.

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