Sauerland-Prozess : Ankläger will 13 Jahre Haft für Terroristen

Sie wollten US-Einrichtungen in Deutschland sprengen. Die Bundesanwaltschaft fordert deshalb langjährige Haftstrafen für die Mitglieder der sogenannten Sauerland-Gruppe. Einer von ihnen soll zudem versucht haben, einen Polizeibeamten zu töten.

Düsseldorf Die Terroristen der islamistischen Sauerland-Gruppe sollen nach dem Willen der Bundesanwaltschaft bis zu 13 Jahre hinter Gitter. Chef-Ankläger Volker Brinkmann beantragte am Donnerstag 13 Jahre Haft für Daniel S., zwölfeinhalb Jahre für Fritz G. und elfeinhalb Jahre für Adem Y. Der Angeklagte Atilla S. soll als Unterstützer der Terrorvereinigung für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. In die Strafforderung für Daniel S. floss der Vorwurf des versuchten Mordes an einem Polizisten ein.

In dem Terror-Prozess müssen sich die mutmaßlichen Täter wegen der Planung von Anschlägen auf US-Ziele in Deutschland verantworten. Laut Anklage sollten die Anschläge vor der Abstimmung des Bundestags über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan im Oktober 2007 erfolgen. Die Gruppe war im September 2007 im Sauerland aufgeflogen.

Den Angeklagten wird auch die Mitgliedschaft der usbekischen Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) vorgeworfen. (sf/dpa/ddp)

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