Politik : Schäuble wird nicht Bundestags-Vize Merz soll ins CDU-Präsidium

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Berlin (dpa). Der ehemalige CDU-Partei- und Fraktionschef Wolfgang Schäuble will nach Informationen aus der Union nicht Vize-Präsident des Deutschen Bundestages werden. Über die Nachfolge von Rudolf Seiters (CDU), der nicht mehr für den Bundestag kandidiert hatte, wollen die Spitzen von CDU und CSU bis Ende kommender Woche entscheiden. Friedrich Merz, den CDU-Chefin Merkel an der Spitze der Bundestagsfraktion abgelöst hatte, soll nach dem Willen führender Unionspolitiker ins CDU-Präsidium aufrücken. Der am 22. September neu gewählte Bundestag kommt am 17. Oktober zu seiner ersten Sitzung zusammen, bei der das Parlamentspräsidium – Präsident und vier Stellvertreter – neu gewählt werden soll. Als unumstritten gilt die Wiederwahl von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD). Als Kandidatin für die Seiters-Nachfolge gilt in der Union die Präsidentin des Vertriebenenbundes, Erika Steinbach (CDU). Auch die CSU strebt wegen ihres guten Wahlergebnisses den Posten eines Vizepräsidenten an. Dies wird jedoch von SPD und Grünen mit Verweis auf die Geschäftsordnung des Bundestages abgelehnt. Die CSU hat noch nicht entschieden, ob sie einen Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung stellen wird.

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