Politik : Scharon bietet neue Verhandlungen an

Am bislang blutigsten Tag seit Ausbruch der Intifada vor mehr als 17 Monaten sind am Freitag mindestens 44 Palästinenser und ein israelischer Soldat ums Leben gekommen. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon ließ erstmals seine Forderung nach einer siebentägigen Waffenruhe als Voraussetzung für neue Verhandlungen mit den Palästinensern fallen. Der Kurswechsel des Ministerpräsidenten kommt wenige Tage vor Beginn einer neuen Vermittlungsmission des US-Nahostbeauftragten Anthony Zinni. Zinni soll nach den Worten von US- Präsident George W. Bush versuchen, den Plan von CIA-Chef George Tenet zur Beendigung der Gewalt umzusetzen. Außenminister Joschka Fischer begrüßte den neuen US-Vermittlungsversuch. Es sei richtig, jetzt aktiv auf die Konfliktparteien zuzugehen.

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Auch Scharon befürwortete die neue Mission Zinnis, "um Gewalt, Terror und Aufhetzung ein Ende zu bereiten". Aus Sicht der Palästinenserführung ist die Entsendung des US-Vermittlers nicht genug. "Sie (die US-Amerikaner) müssen Israel sagen, dass die Massaker sofort beendet werden", sagte Informationsminister Jassir Abed Rabbo in Ramallah. Palästinenser-Präsident Jassir Arafat bat in einem Telefongespräch mit US-Außenminister Colin Powell um sofortige Intervention der USA.

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