Politik : Schavan will auch künftig Kernforschung

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Düsseldorf - Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) spricht sich für eine Stärkung der Nuklearforschung aus und riskiert so einen Konflikt mit Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD). „Für die Sicherung einer ausreichenden Energieversorgung auch in der Zukunft ist es notwendig, keine der möglichen Optionen der Energieerzeugung von vornherein auszuschließen. Vor diesem Hintergrund ist es auch notwendig, dass in Deutschland nukleare Sicherheits- und Endlagerforschung weiterhin auf hohem wissenschaftlichen und technologischem Niveau durchgeführt wird“, sagte Schavan dem „Handelsblatt“. Nur so lasse sich sicherstellen, „dass die hohen Sicherheitsstandards bei unseren Kernkraftwerken auch in Zukunft weiter erhalten werden können“. Sie werde dafür sorgen, „dass Ergebnisse aus der Grundlagenforschung rasch in die Anwendung überführt werden, um sicherzustellen, dass wir umweltbewusst und nachhaltig mit unseren Energieressourcen umgehen“. Das Umweltministerium bewertete das zurückhaltend. „Solange es um Kompetenzerhalt und Sicherheitsoptimierung geht, sind wir mit dabei. Wenn allerdings die Absicht dahinter steckt, neue Reaktorlinien zu erforschen, dann halten wir davon nicht viel“, sagte ein Sprecher. Tsp

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