SCHEINSELBSTSTÄNDIGE : Chance für Arbeitnehmer

Bisher hatten Arbeitssuchende aus Osteuropa in der Regel nur die Möglichkeit, als Selbstständige oder mit spezieller EU-Arbeitserlaubnis in Deutschland zu arbeiten. Da diese Beschränkung zum 1. Mai nun wegfällt und Arbeitssuchende aus Mittel- und Osteuropa mit anderen Arbeitnehmern gleichgestellt werden, wird unter Experten die Hoffnung geäußert, dass die Zahl der Scheinselbstständigen unter den Beschäftigten aus Mittel- und Osteuropa abnimmt. So sagt Bettina Wagner vom DGB, dass sich „die Situation osteuropäischer Arbeitnehmer verbessern“ sollte. Gleichzeitig gibt es aber auch Befürchtungen, dass Arbeitgeber lieber das Risiko einer

Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen eingehen, als Scheinselbstständigen ein reguläres Arbeitsverhältnis anzubieten. Als Scheinselbstständige bezeichnet man Arbeitnehmer, die zwar offiziell selbstständig sind, aber eigentlich von einem Arbeitgeber abhängig sind. Besonders häufig sind Fälle von Scheinselbstständigkeit in der Baubranche, im

Reinigungsgewerbe und in der Gastronomie. tda

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