Politik : Schicksal der Geiseln in Afghanistan weiter ungewiss

Kabul - Die in Afghanistan entführten Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sind weiter in der Gewalt von Geiselnehmern. Man bemühe sich um die Freilassung des Mazedoniers, des Birmanen und der beiden Afghanen, sagte IKRK-Sprecherin Graziella Piccolo am Freitag in Kabul. Nach dpa-Informationen hatten sich die Rot-Kreuz-Helfer am Mittwochabend nach der in letzter Sekunde gescheiterten Übergabe der deutschen Geisel Rudolf B. in der Provinz Wardak auf den Weg nach Kabul gemacht. Bereits nach wenigen Kilometern waren sie von Unbekannten verschleppt worden. Aus zuverlässiger Quelle hieß es, der seit mehr als zwei Monaten verschleppte 62-jährige Rudolf B. sei am Mittwoch bereits in Begleitung der Rot-Kreuz-Mitarbeiter und der Geiselnehmer auf dem Weg von dem Versteck in den Bergen zum Übergabepunkt gewesen. Etwa 800 Meter davor habe der Konvoi aber aus unbekannten Gründen abgedreht und sei zurück ins Gebirge gefahren. Die Rot-Kreuz-Mitarbeiter hätten nach der gescheiterten Übergabe so schnell wie möglich nach Kabul zurückkehren wollen und seien auf dem Weg verschleppt worden. Das IKRK sprach bislang offiziell noch nicht von einer Entführung, sondern erklärte, die vier würden festgehalten. Mit ihrer baldigen Freilassung werde gerechnet. dpa/AFP

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