Politik : Schief gelaufen

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Der GSG9-Einsatz war wie die anschließenden Ermittlungen von einer Serie von Pannen begleitet.

Die Polizisten trugen keine schusssicheren Westen. Diese wären während der Observation aufgefallen, dünnere Westen standen nicht zur Verfügung. Im Bahnhofsbereich war „aus Tarnungsgründen“ kein Notarzt.

Auf Grund eines Funklochs hielten zwei Beamte nach einem Funkspruch die Aktion für beendet und ließen den Terroristen Wolfgang Grams vorbei.

Der von Grams getötete Polizist Michael Newrzella verfolgte Grams ohne gezogene Waffe. Angeblich war er sogar unbewaffnet.

Die Spuren wurden nur schlampig gesichert. Noch nach Tagen fanden Reisende Patronenhülsen und Geschossteile.

Bei der als äußerst gefährlich geltenden Birgit Hogefeld wurden erst im Polizeiwagen eine Pistole und zwei Magazine im Hosenbund entdeckt.

Grams Leiche wurde entgegen den Regeln des Bundeskriminalamtes nicht fotografiert, bevor ihm die Fingerabdrücke abgenommen wurden.dpa

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