Politik : Schill-Partei: Einzelzellen für Kinder

Die "Partei Rechtsstaatlicher Offensive" von Ronald Schill möchte sich nicht auf die Kriminalitätsbekämpfung als einzige Programmatik reduzieren lassen. Der 16-seitige Maßnahmenkatalog der Pro zeigt aber, dass sie über acht Seiten hinweg einzig auf diesem Politikfeld detaillierte Vorstellungen entwickelt hat. So soll das Kartell "strafunwilliger Jugendrichter", die nach Ansicht der Pro zu milde Strafen verhängen, durch ein Rotationsverfahren aufgebrochen werden. Schills Partei fordert ein geschlossenes Heim "für den Kern von Intensivgewalttätern unter Kindern und Jugendlichen" sowie "unwirtliche Einzelzellen" in Haftanstalten, um jugendliche Kriminelle abzuschrecken. Die Pro will Polizei und Feuerwehr personell erheblich verstärken, plädiert für "Opferschutz vor Täterschutz" und Abschiebungen von kriminellen Ausländern. Sie will Selbstständige unterstützen, die Verwaltung straffen, einen geschlossenen, dreispurigen Autobahnring rund um Hamburg bauen sowie Schule und Sport fördern. Außerdem soll die Familie als "Keimzelle der Gesellschaft" gestützt werden.

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