Schlammschlacht US-Wahlkampf : Romney gegen Obama - Image ist alles
20.07.2012 15:01 UhrBarack Obama hatte über Jahre an dem Image gearbeitet, ein untypischer Politiker zu sein. Seine Wahlkämpfe führte er mit positiven Botschaften wie „Hoffnung“ und „Wandel“. Von seinen Konkurrenten setzte er sich ab, indem er nicht im selben Maße wie sie zu der in den USA verbreiteten Strategie des „Charaktermords“ griff: einer Welle verleumderischer Werbespots über die Rivalen.
Das ist Vergangenheit. Den Präsidentschaftswahlkampf 2012 führt Obama mit unbarmherziger Angriffslust. Mehr als hundert Millionen Dollar hat sein Team in den jüngsten Wochen ausgegeben, um den republikanischen Gegenkandidaten Mitt Romney als herzlosen Investmentmanager darzustellen, dessen Entscheidungen dazu führten, dass zehntausende amerikanische Arbeitsplätze ins Ausland abwanderten und der sein Millionenvermögen fragwürdigen Steuersparmodellen verdanke.
Diese Attacken zeigen Wirkung. Immer mehr Republikaner fordern Romney auf, er solle seine Steuererklärungen für mehrere Jahre offenlegen. Dazu gehören so namhafte Konservative wie der zeitweilige Rivale um die Präsidentschaftskandidatur Ron Paul, der Governeur von Alabama, Robert Bentley, der Wahlkampfberater von John McCain, John Weaver, und der prominente Kommentator Bill Kristol.
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Nur so könne Romney die Wahlkampfdebatte wieder zurück zu seinem Lieblingsthema führen: Dass der Aufschwung auf sich warten lasse, weil der amtierende Präsident keine Ahnung von der Wirtschaft habe und man besser einen Fachmann wie Romney an die Macht lasse, der den Großteil seines Berufslebens Manager war. Stattdessen beschäftigen sich die US-Medien mit der Frage, warum Romney nicht mehr Informationen über seine finanziellen Verhältnisse preisgebe. Die „Washington Post“ fragte am Donnerstag: „Kann Romney den Sommersturm überleben?“





































