Politik : Schnelle Hilfe beschlossen

WASHINGTON .Die Nachbarstaaten Jugoslawiens sollen schnelle und umfassende Hilfe der internationalen Gemeinschaft bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Kosovo-Krieges erhalten.Das hat das Interimskomitee, das politische Leitungsorgan des Internationalen Währungsfonds (IWF), in Washington beschlossen.

Alle Kosten für die Aufnahme der Flüchtlinge und andere humanitäre Leistungen sollen durch ausländische Unterstützung und Zuschüsse finanziert werden.Laut einem Bericht von IWF und Weltbank benötigen die betroffenen Staaten dafür rund 3,3 Milliarden Mark.Allein die humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge würde 540 Millionen Mark kosten, wenn der Konflikt das ganze Jahr dauern sollte.Die Europäische Union hat 1,565 Milliarden Mark für Flüchtlinge bereit gestellt.Die Kosten für den gesamten Wiederaufbau der Balkanregion würden sich laut EU-Kommission auf 55 Milliarden Mark belaufen.

Das Interimskomitee des IWF entschied ebenfalls, günstige Kredite und Konditionen sicherzustellen, damit die Anraierstaaten Jugoslawiens ihre Strukturreformen zur Entwicklung stabiler Marktwirtschaften fortsetzen können.Nach Angaben von IWF-Direktor Camdessus sollen Ende Mai konkrete Festlegungen getroffen werden.Der Pariser Club einigte sich unterdessen darauf, für Mazedonien und Albanien eine Streckung des Schuldendienstes vom 1.April 1999 bis zum 31.März 2000 festzuschreiben.



Deutsche Exporte kaum betroffen

KÖLN (AFP).Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) geht der Kosovo-Krieg an der deutschen Exportwirtschaft "so gut wie spurlos" vorbei.1998 hätten die Ausfuhren nach Jugoslawien ohnehin nur einen Wert von 1,043 Milliarden Mark erreicht, kaum mehr als ein Tausendstel der Gesamt-Exporte.Vor den UN-Sanktionen, Anfang der 90er Jahre, hätten sie noch bei 2,7 Milliarden Mark gelegen.

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