Politik : Schreiber droht mit neuen Enthüllungen

Der in Kanada lebende bayerische Waffenhändler Karlheinz Schreiber hat mit weiteren Enthüllungen gedroht. Alle Parteien, die einmal an der Regierung gewesen seien, hätten Geld von ihm bekommen und teilweise bei der Verbuchung "geschummelt", sagte er der Tageszeitung "Die Welt". Wenn heute von Seiten der Unionsparteien, aber auch der Sozialdemokraten so getan werde, als habe man mit ihm nichts zu tun, entspreche das nicht den Tatsachen. Jeden, der die Beziehung zu ihm heute leugnen wolle, werde er "an die Tatsachen der Vergangenheit erinnern", drohte Schreiber.

Er werde sich die Arbeit des Untersuchungsausschusses zur CDU-Finanzaffäre sorgfältig genau anschauen. "Wenn im Ausschuss jemand lügt, werde ich ihn der Lüge überführen." Auch wenn jemand meine, sich auf seine Kosten entlasten zu können, wolle er einschreiten. Das betreffe Politiker aller Parteien. Auch die CSU werde er an ihre Verantwortung "erinnern", führte Schreiber aus. Wenn auf der bundespolitischen Ebene endlich die Dinge geklärt seien, werde er die Öffentlichkeit auf die "Unwahrheiten in Bayern" hinweisen. Der vor der deutschen Justiz nach Kanada geflohene Rüstungslobbyist warf der Politik vor, ihn jahrelang als "nützlicher Helfer" gebraucht zu haben.

Unterdessen hat die frühere CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister jede Einflussnahme von Schreiber auf ihre Arbeit bestritten. Schreiber habe niemals von ihr verlangt, Einfluss auf politische Projekte zu nehmen, sagte Baumeister am Montag im Fernsehsender "Phoenix". Es habe lediglich einmal eine Anfrage Schreibers zu einem Projekt gegeben, aus dem aber nie etwas geworden sei.

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