Politik : Schreiber verlässt freiwillig die CSU Lobbyist kommt Rauswurf zuvor

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(dpa). Der Waffenhändler Karlheinz Schreiber, Schlüsselfigur der CDU Spendenaffäre, ist aus der CSU ausgetreten. Wie die CSU-Landesleitung in München mitteilte, erklärte Schreiber kurz vor der Entscheidung des Parteischiedsgerichts über seinen Ausschluss von sich aus den Austritt. Damit habe sich das für diesen Samstag angesetzte Parteiausschlussverfahren erledigt, hieß es bei der CSU. Der in Kanada lebende Geschäftsmann war nach 30 Jahren CSU- Mitgliedschaft bereits im Februar wegen parteischädigenden Verhaltens aus der Partei ausgeschlossen worden, hatte dagegen jedoch Berufung eingelegt. Über den Einspruch sollte am Samstag in letzter Instanz entschieden werden. Schreiber hatte seiner eigenen Partei illegale Finanzpraktiken vorgeworfen. Ministerpräsident Edmund Stoiber sollte demnach von finanziellen Mauscheleien mit einer angeblichen Zwei-Millionen-Mark-Spende gewusst haben. Gegen den Waffenlobbyisten liegt in Augsburg eine Anklage wegen Steuerhinterziehung, Bestechung und Beihilfe zur Untreue vor.

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