Politik : Schröder beschwört die Trendwende

-

Berlin Angesichts der jüngsten Umfragen sieht Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Anzeichen einer Trendwende. Die SPD habe gute Chancen, aus dem Wahlkampf mit einer Fortsetzung des Regierungsauftrags herauszugehen. „Das führt zu einem Aufholprozess, der uns nach vorne zieht“, sagte Schröder vor einem Treffen in Kassel mit den SPD-Direktkandidaten aus bundesweit 299 Wahlkreisen. Auch der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering zeigte sich optimistisch – auch wenn die SPD in den Umfragen immer noch deutlich hinter der CDU liegt: „Wer geglaubt hat, die Wahl sei schon entschieden, der hat sich geirrt.“ Müntefering verwies darauf, dass die Hälfte der Menschen noch unentschieden sei, wen sie bei den voraussichtlichen Bundestagswahlen am 18. September wählen sollten.

Für die SPD findet das Mobilisierungstreffen zu einem günstigen Zeitpunkt statt: In den letzten Wochen sei in den Umfragen Bewegung erkennbar gewesen, auch nach oben, macht Müntefering sich und seinen Genossen Hoffnung. „Die Menschen sind ansprechbar“, sagt der SPD-Vorsitzende. Die Wahlkämpfer der SPD registrierten in der vergangenen Woche außerdem erfreut, dass der Union im Wahlkampf auch Fehler passieren – wie etwa Merkels Brutto-Netto-Versprecher. Müntefering kündigte an, die soziale Gerechtigkeit werde im Bundestagswahlkampf „das Thema Nummer eins“. Das Wahlprogramm der Union bezeichnete er als „enttäuschend“. Die Union rücke darin von einer werteorientierten Gesellschaftspolitik ab, kritisierte Müntefering.

Der Wahlkampfauftakt der SPD findet am kommenden Samstag in Schröders Heimatstadt Hannover statt. In den 44 Tagen bis zum vorgesehenen Wahltermin werde er 101 öffentliche Veranstaltungen abhalten, kündigte der Bundeskanzler am Freitag an. ce

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben