Politik : Schröder nach Besuch in China optimistisch

PEKING/BONN (AP).Trotz der schweren Belastung im Verhältnis zwischen China und dem Westen ist Bundeskanzler Schröder (SPD) optimistisch von seinem Arbeitsbesuch in Peking zurückgekehrt.Nach seinem eintägigen Besuch am Mittwoch machte er Fortschritte auf dem Weg zu einer politischen Lösung des Kosovo-Konflikts aus.Im Gespräch mit Ministerpräsident Zhu Rongji bemühte sich Schröder, den durch die Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad entstandenen diplomatischen Schaden zu begrenzen.Der Kanzler entschuldigte sich für den Vorfall.Aus China hieß es allerdings, die Entschuldigung Schröders sei nicht ausreichend.Aus deutschen Delegationskreisen hieß es, auch wenn die Standpunkte jetzt noch unvereinbar seien, müßten die diplomatischen Aktivitäten "prozessual" gesehen werden.Da der Gesprächsfaden nicht abreiße, sei es möglich, aufeinander zuzugehen.

Als Fortschritte nannte Schröder zum einen, daß es für Deutschland wie für China wichtig sei, daß man "in den Weltsicherheitsrat zurückgekehrt" sei.Zum anderen seien sich Deutschland und China einig, daß die in der vergangenen Woche auf dem Petersberg bei Bonn vereinbarten Prinzipien der G-8-Gruppe "eine gute Basis für die Entwicklung einer Resolution" des Weltsicherheitsrats seien.Er fahre "hoffnungsvoller nach Hause, als ich hergekommen bin", sagte Schröder.

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