Politik : Schröder und Genscher reisen zu Gedenkfeier nach Prag

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) reist an diesem Donnerstag auf Einladung seines tschechischen Amtskollegen Milos Zeman zu seinem ersten Besuch nach Prag. Anlass ist der zehnte Jahrestag der Ausreise von 4000 DDR-Flüchtlingen, die in der deutschen Botschaft in Prag Zuflucht gefunden hatten. Dies teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Charima Reinhardt am Montag in Berlin mit. Unter großem Jubel der Flüchtlinge hatte der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) die Entscheidung vom Balkon der deutschen Botschaft aus verkündet.

Regierungssprecher Uwe-Carsten Heye nannte die Ereignisse vor zehn Jahren einen Meilenstein auf dem Weg zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Mit dem Besuch solle an den denkwürdigen Tag erinnert und allen damals daran Beteiligten gedankt werden. Schröder, der am Abend einen Empfang geben wird, reist in Begleitung Genschers und der Bundestagsvizepräsidenten Rudolf Seiters (CDU), Antje Vollmer (Grüne) und Petra Bläss (PDS). An dem Empfang nehmen auch etwa 20 ehemalige Botschaftsflüchtlinge teil sowie Schülergruppen aus Deutschland und Tschechien. Schröder wird in Prag auch mit Präsident Vaclav Havel zusammenkommen.

Einen Tag später besucht der Bundeskanzler die Schweiz, wo er in Bern mit der Bundesratspräsidentin Ruth Dreifuss zusammentreffen wird.

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