Politik : Schröders Reaktion: "Niemand muss Angst haben"

Robert von Rimscha

Drei Stunden waren seit dem Beginn des Angriffs auf den Terror und seine Unterstützer vergangen, da trat in Berlin Gerhard Schröder vor die Presse. Er erschien nicht allein im Kanzleramt. Seitlich hinter ihm stand Joschka Fischer, sein derzeit wichtigster Minister - in grau.

"Niemand muss Angst haben", betonte der Kanzler. Auch wenn es unzweifelhaft eine "erhöhte Gefährdungssituation" gebe. Was jetzt in Deutschland vonnöten sei? "Noch größere Aufmerksamkeit", so der Kanzler. Das war das beruhigende Signal nach innen. Das nach außen lautete: uneingeschränkte Solidarität.

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Fotostrecke: Militärschlag gegen das Taliban-Regime Die Angriffe auf "terroristische Ziele in Afghanistan" unterstütze er ohne Vorbehalte, betonte Schröder. Präsident Bush habe ihn vor den Militärschlägen gegen Kabul und Kandahar telefonisch informiert. Sie hätten vereinbart, "weiter engen Kontakt zu halten". Welchen Beitrag Deutschland leisten werde, ließ er offen, welche zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden seien und wo sich zusätzliche Risiken ergeben hätten, ebenfalls. Auch könne er nicht für andere Regierungen sprechen und daher nicht sagen, welche Verbände die Verbündeten stellen würden. Bush habe ihm "nachdrücklich für die deutsche Haltung" im Kampf gegen den internationalen Terrorismus gedankt. Die Bundeswehr sei aber an den ersten Aktionen nicht beteiligt gewesen. Nach 14 Minuten eilte Schröder zur nächsten Krisensitzung.

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