Schutz deutscher Küsten : Bundesregierung testet israelische Drohnen
28.12.2012 16:23 UhrDas Bundesinnenministerium hat einen Bericht über angebliche Pläne für den Einsatz israelischer Drohnen des Typs Heron zum Küstenschutz dementiert. „Es gibt keine Erwägungen des Bundesministeriums des Innern, israelische Überwachungsdrohnen zur Küstenüberwachung durch die Bundespolizei einzusetzen“, erklärte das Ministerium am Freitag in Berlin. Allerdings fanden offenbar Tests der Drohne beim Deutschen Zentrums
für Luft- und Raumfahrt (DLR) statt.
Die Zeitung „Die Welt“ hatte in ihrer Freitagsausgabe berichtet, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wolle die israelischen Drohnen für die Bundespolizei beschaffen.
Vorgesehen seien Einsätze zum Schutz der deutschen Küsten, hieß es. Vorbereitet würden diese Einsätze vom BMI-Referat Technik und Logistik der Bundespolizei in Zusammenarbeit mit der spanischen Küstenwache.
"Wir haben den Einsatz einer Flugdrohne erfolgreich simuliert“, zitierte das Blatt DLR-Sprecher Andreas Schütz. Bei dem Testlauf in Braunschweig sei es um das Zusammenspiel von Flugdrohnen, Luftüberwachung und Rettungsfliegern gegangen. Die Tests seien im Auftrag des Bundesinnenministeriums erfolgt, hieß es dazu weiter in der „Welt“ unter Berufung auf DLR-Angaben.
Im kommenden Sommer sind dem „Welt"-Bericht zufolge deutsch-spanische Testflüge von Drohnen im südspanischen Murcia geplant. Auf spanischer Seite gehe es dabei um die Kontrolle der Mittelmeerküsten.
Das Bundesinnenministerium teilte dazu weiter mit, es gebe in dieser Sache von Seiten des BMI keine Gespräche mit dem israelischen Hersteller der Drohnen. Anderslautende Medienberichte seien unzutreffend. Bei dem Hersteller handelt es sich laut „Welt“ um die Israel Aerospace Industries (IAI). Geleaste israelische Heron-Drohnen werden derzeit von der Bundeswehr zur Feindbeobachtung in Afghanistan eingesetzt. (AFP)
















