Politik : Schutztruppe am Hindukusch

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Die Internationale Schutztruppe Isaf für Afghanistan wurde 2001 vom UN-Sicherheitsrat begründet. Ihr Auftrag ist es, für die Stabilisierung des Landes und der Regierung von Präsident Hamid Karsai zu sorgen. Neben Kabul zählte zunächst vor allem der Norden des Landes zum Einsatzgebiet. Anfang Oktober 2006 dehnte die Isaf ihren Verantwortungsbereich auf ganz Afghanistan aus und übernahm im Osten des Landes das Kommando von den US-geführten Koalitionstruppen. In der mittlerweile auf etwa 35 000 Soldaten angewachsenen Truppe stellt Deutschland mit derzeit rund 3150 Frauen und Männern eines der größten Kontingente. Die Isaf operiert mit einem Mandat der Vereinten Nationen und wird seit August 2003 von der Nato geführt. Innerhalb des Bündnisses wechselt das Kommando alle sechs Monate. Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2002 an der Mission. Ende September 2006 beschloss der Bundestag eine Verlängerung des Einsatzes um ein weiteres Jahr. Die sechs seit April in Afghanistan stationierten deutschen Tornados sollen die Isaf-Truppen im umkämpften Süden des Landes durch Luftaufklärung unterstützen. An Kampfeinsätzen sollen sie sich nicht beteiligen. Für diese Mission hat der Bundestag ein eigenes Mandat erteilt. Unter den 2967 deutschen Isaf-Soldaten sind rund 190 dafür eingesetzt. Der Anti-Terror-Kampf gegen Al Qaida ist nicht Aufgabe der Isaf, sondern Ziel der Operation „Enduring Freedom“. Das Mandat und die Organisation der Isaf sind davon getrennt. dpa

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