Schwarzes Meer : Nachbarstaaten im Fokus der EU

Die Europäische Kommission will engere Kontakte zu den Ländern am Schwarzen Meer knüpfen. EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner präsentierte in Brüssel entsprechende Vorschläge.

Brüssel - Seit dem EU-Beitritt der Anrainerstaaten Rumänien und Bulgarien im Januar sei die EU selbst Teil der Region geworden und habe ein Interesse an Sicherheit und Stabilität am Schwarzen Meer, sagte sie. Zusätzliche Gelder würden aber nicht bereitgestellt.

Die Initiative ziele darauf, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern etwa bei den Themen Energiesicherheit, Sicherung von Grenzen, Verkehr, Klimaschutz oder Wasserwirtschaft zu fördern, sagte die Kommissarin. "Wir hoffen, dass das gegenseitige Vertrauen gestärkt wird und es so gelingt, die dort lange schwelenden Konflikte endlich zu lösen." Sie verwies in diesem Zusammenhang auf Konflikte in Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Moldawien.

Zusammenarbeit der Nationen fördern

Die Strategie biete auch die Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit Russland und der Türkei zu erweitern. Am Status der Türkei als Beitrittskandidat oder Russlands als strategischem Partner ändere sich aber nichts. Gleichzeitig wolle die Kommission durch einen Beobachterstatus die Kontakte mit der Wirtschaftskooperation Schwarzes Meer (Organisation of the Black Sea Economic Cooperation/BSEC) verstärken. Die EU-Kommission braucht für ihre Strategie die Zustimmung der 27 Mitgliedstaaten. Sie hoffe, dass dies noch unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft bis Ende Juni gelinge, sagte Ferrero-Waldner. (tso/dpa)

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