Schwarzgeldaffäre in Hessen : Kanther erneut vor Gericht

Der CDU-Schwarzgeldprozess gegen den früheren Bundesinnenminister Manfred Kanther wird seit heute neu aufgerollt. Juristen rechnen mit einer milderen Strafe für den 68-Jährigen.

Manfred Kanther
Manfred Kanther (l). -Foto: dpa

WiesbadenDas Verfahren vor dem Wiesbadener Landgericht begann mit der Verlesung der Anklageschrift und des Urteils der ersten Instanz. Damals hatte das Gericht den Politiker der Untreue zu Lasten seiner Partei schuldig gesprochen und im April 2005 eine Strafe von anderthalb Jahren auf Bewährung verhängt.

Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch teilweise auf und verwies das Verfahren an das Landgericht Wiesbaden zurück. Der CDU-Politiker hatte Ende 1983 nach eigenem Eingeständnis maßgeblich daran mitgewirkt, über zehn Millionen Euro Parteivermögen der hessischen Union in die Schweiz zu schaffen. Diese schwarze Kasse wurde erst im Januar 2000 aufgedeckt. Neben Kanther sitzt der frühere CDU-Finanzberater Horst Weyrauch auf der Anklagebank. Er war in erster Instanz wegen Beihilfe zu einer Geldstrafe verurteilt worden. (mit dpa)

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