Schweden : Tatwaffe im Mordfall Palme gefunden?

In Schweden ist eine Waffe gefunden worden, mit der vor 20 Jahren Ministerpräsident Olof Palme getötet worden sein könnte. Taucher fanden den Revolver in einem See.

Stockholm - Wie die Polizei in Stockholm mitteilte, fanden Taucher im Auftrag der Zeitung "Expressen" aufgrund eines anonymen Hinweises am Montag den Smith-and-Wesson-Revolver in einem See nahe Mockfjärd. Einem Mitglied der Palme-Ermittlungskommission zufolge wurde die Waffe 1983 bei einem Überfall auf eine Post in der Stadt Mockfjärd verwendet. Die aus ihr abgefeuerten Projektile entsprächen denen, die am Tatort Palme gefunden worden seien. Die Waffe habe auch die richtige Seriennummer. Die Polizei hatte bereits sieben Mal Taucher in den See geschickt, ohne die Waffe zu finden. Seit dem Mord an Palme hat die schwedische Polizei tausende Waffen überprüft.

Der Sozialdemokrat war am 28. Februar 1986 auf offener Straße in Stockholm erschossen worden, als er abends mit seiner Frau Lisbet aus dem Kino kam. Der 59-Jährige war ohne Leibwächter unterwegs und wollte zu Fuß nach Hause gehen. Seine Ehefrau identifizierte später einen drogenabhängigen Kleinkriminellen, Christer Pettersson, als den Mörder ihres Mannes. Pettersson wurde im Juli 1989 zu lebenslänglicher Haft verurteilt, vier Monate später aber vom Obersten Gerichtshof aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Im September 2004 starb er. (tso/AFP)

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