Politik : Schweden will keinen Karikaturenstreit

Stockholm - Drei Wochen nach Veröffentlichung einer umstrittenen Zeichnung mit dem Propheten Mohammed als Hund hat sich Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt um Beruhigung bemüht.Reinfeldt und Botschafter aus 20 islamischen Ländern eröffneten am Freitag einen Dialog. Nach einem ersten Treffen lobten Botschafter aus dem Iran, Syrien und Ägypten ausdrücklich das Verhalten der schwedischen Regierung und sprachen sich gegen militante Proteste aus. Reinfeldt sagte: „Ich habe erneut unseren Willen betont, alles zu tun, damit Christen, Muslime und andere friedlich Seite an Seite leben und einander respektieren können.“ Die Zeichnung war in der schwedischen Zeitung „Nerikes Allehanda“ abgedruckt worden.

Das Stockholmer Außenministerium forderte kurz vor dem Treffen schwedische Reisende zu Vorsicht bei Besuchen in islamischen Länder auf. Hintergrund waren Befürchtungen der Behörden, dass sich in islamischen Ländern ähnlich militante Proteste ausbreiten könnten wie vor knapp zwei Jahren gegen die Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“. Dabei waren mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen und mehrere Botschaften Dänemarks attackiert worden. dpa

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