Politik : Schweizer wollen ihre Armee behalten

Die Schweizer haben mit großer Mehrheit die Abschaffung ihrer Armee abgelehnt. 79 Prozent hätten bei der Volksabstimmung dagegen gestimmt, teilte das Schweizer Fernsehen DSR mit. 78 Prozent lehnten danach auch die Einführung eines freiwilligen zivilen Friedensdienstes für Einsätze im In- und Ausland ab. Auch die Einführung einer Kapitalgewinn- sowie einer Energiesteuer fanden beim Wähler keine Mehrheit. Zustimmung gab es dagegen für einen Antrag, der Regierung und Parlament mittelfristig zu einem ausgeglichenen Staatshaushalt verpflichtet. Ein mit 100 000 Unterschriften eingereichter Antrag sah vor, die Militärausbildung in der Schweiz zu beenden. Außerdem sollten innerhalb von zehn Jahren alle Bestände der Armee aufgelöst werden. Parallel dazu sollte ein freiwilliger ziviler Friedensdienst für Einsätze zum Gewaltabbau im In- und Ausland eingeführt werden. Der erste Antrag auf die Abschaffung der Armee war im November 1989 mit 64,4 Prozent abgelehnt worden.

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